Sport als Gewalt- und Drogenprophylaxe

Anfang Januar veranstaltete die DLRG Ortgruppe Altenkirchen ihre jüngsten Vereinsmeisterschaften. Neben dem sportlichen Aspekt, welcher zunächst vordergründig erscheint, hat jedoch die Art und Weise des Umganges mit jungen Menschen auch wichtigen gewalt- und drogenpräventiven Charakter. Gewalt- und Drogenprävention ist eine ganzheitliche gesellschaftliche Aufgabe. Je mehr Bezugspersonen oder Institutionen hierbei langfristig zusammenarbeiten, desto eher besteht die Chance eines erfolgreichen Schutzes junger Menschen vor Gewalt oder Drogenmissbrauch. Man wird nicht als Gewalttäter geboren.

Die Neigung zu Gewalt und die Umsetzung von Gewalt ist eine sukzessive prozessuale Entwicklung. Die Erklärungsansätze über die Ursachen von Gewalt sind sehr unterschiedlich. Oft wird Gewalt in der Familie als soziales und kulturelles Muster wiedergegeben und erlebt. Im Bereich legaler und illegaler Drogen stellen wir fest, dass junge Menschen immer früher damit beginnen Zigaretten und Alkohol zu konsumieren. Erstkontakt mit Cannabisprodukten sind schon im Alter von 13-14 Jahren feststellbar. Drogengefährdung und – abhängigkeit können sich aus der Persönlichkeit des Betroffenen, seinem sozialen Umfeld und/oder der Anziehungskraft/Verfügbarkeit von Drogen ergeben.

Ziele im Bereich der Gewalt- und Drogenprävention sollte deshalb die Vermittlung von Einhalten von Regeln, die Schaffung eines positiven Umfeldes mit positiven Vorbilder, Konfliktlösungsstrategien sowie Zeit und Zuneigung sein. Bei den Vereinsmeisterschaften der DLRG Ortgruppe Altenkirchen konnte ich durch die positive Resonanz der jungen Menschen feststellen, dass neben der Erlangung schwimmerischer Fähigkeiten, durch die Verantwortlichen und Trainer offensichtlich auch Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit sowie aktives Leben im Umfeld des Sportes vermittelt werden.

Diese Vermittlung von Lebenskompetenz ist der beste Schutz vor Gewalt und Drogen. Ich finde dies umso bemerkenswerter, wenn dies durch ehrenamtliches Engagement umgesetzt wird. Danke an Verantwortliche und Organisatoren.

Quelle: Rheinzeitung

 

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