Pfingstlager

Am 08.und 09.06.2003 machten sich die Schwimmer der DLRG Altenkirchen  auf den Weg zum Marother Weiher. Es sollte ein Wochenende der besonderen Art werden, bei dem Spaß und Lernen verbunden wurden. Am See angekommen mussten erst mal die Zelte aufgestellt werden und unsere Schlafplätze vorbereitet werden. Es gab drei Zelte: eins für Mädchen, eins für Jungen und eins für die Betreuer. Als wir damit fertig waren haben wir mit dem EH-Training begonnen, da wir ja auch etwas Lehrreiches tun wollten). Zuerst die Theorie, dann die Praxis – in der Theorie bekamen wir als erstes ein Info Heft, wo wir alles wichtige nachlesen konnten, was wir als Rettungsschwimmer wissen sollten. Dazu erklärte uns zusätzlich ein ausgebildeter Rettungssanitäter die wichtigsten Infos (z.B. wenn ein Unfall passieren würde, die stabile Seitenlage und andere wichtige Sachen).

Dann kamen wir zur Praxis. Alle saßen ganz gespannt auf den Plätzen der Zeltgarnitur und warteten was passiert. Doch leider kam es ganz anders als es alle sich erhofft hatten: Unser “Lehrer“ führte gerade vor, was wir zu tun hätten , wenn die Atemwege eines Bewusstlosen blockiert seien und wir sie frei machen müssten, als  es im wahrsten Sinne des Wortes in strömen zu regnen und zu stürmen anfing. Einige hielten die Zelte, andere den Pavillon fest.

Nach kurzer Zeit beschlossen einige zur alten Schule nach Almersbach, was gleichzeitig Jennys Zuhause ist, zu fahren. Wir packten nur das allernötigste ein und fuhren ab. Unsere Schlafsachen blieben noch dort, da wir hofften, dass sich das Wetter vielleicht noch bessert. Bei Jenny angekommen überlegten alle erst mal was wir tun könnten. Es wurde viel hin und her telefoniert, doch schließlich kamen wir zu dem Entschluss wieder nach Maroth an den Weiher zu fahren. Wieder am Campingplatz angekommen strahlte uns die Sonne ins Gesicht. Wir beschlossen die Übungen auf den nächsten Tag zu verschieben, weil wir FUN jetzt mal ganz groß schreiben wollten. Nachdem sich die DLRGler die Boote schnappten und aufpumpten, ging’s ab damit ins angenehm kühle Wasser.

Wir hatten eine Menge Spaß. Wir paddelten ans andere Ufer und spielten “fangen“ mit den Booten. Dann gab es noch super tolle Surfbretter, wo sich einige mit vergnügten. Ob stellen, setzen oder legen, es war einfach nur lustig. Als es dunkel wurde kamen wir aus dem Wasser machten uns fertig und dann gab’s erst mal Essen. Einige “Grillmeister“ hatten schon sehr leckere Würstchen und Steaks für alle gegrillt. Dazu gab es Salate und Brot. Danach setzten wir uns ans Lagerfeuer. Dabei redeten wir über viele lustigen Sachen, wobei ein bisschen Alkohol für die Älteren auch im Spiel war. Gegen eins gingen dann auch die letzten in ihr Schlafgemach, schließlich mussten wir ja früh wieder raus. Morgens um halb acht klingelte der Wecker: Aufstehen war angesagt, wir mussten ja das nachholen, was wir gestern durch das Unwetter verpasst hatten. Also los an den Steg – dort lag schon die HLW Puppe bereit.

Wir teilten uns in zweier Gruppen auf und mussten eine Erste Hilfe Szene inszenieren. Einer der beiden musste sich um das Opfer kümmern und der andere musste den Notruf richtig absetzten. Danach durften wir Erst mal eine kurze Pause einlegen um etwas zu trinken und einen kleinen Snack zu uns zu nehmen. Dann ging es aber schon weiter mit der Rettungsleine. Dabei ist ein Schwimmer in die Mitte des Sees raus geschwommen, der die Leine schon über den Schultern hat, ein andere packte sich die Leine am Ende und zog den Schwimmer wieder zurück. Als wir dies beendet hatten mussten wir noch eine letzte Übung machen. Wir mussten uns in Dreier-Gruppen zusammen finden. Einer musste raus Schwimmen und so tun als ob er unter gehen würde.

Die zwei anderen setzten sich mit Bekleidung ins Boot und mussten dann durch rudern zum Opfer gelangen, um es zu retten. Sie zogen ihn durch einen bestimmten Griff ins Boot und ruderten wieder zum Ufer, wo sie es dann nur noch an Land schafften. Zu guter letzt haben wir noch geplanscht, gesonnt und natürlich noch alles abgebaut.

Dieses Wochenende hat allen viel Spaß und Freunde bereitet.

Selina Bachenberg & Linda Niederhausen

 

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